"Ist Sport politisch?" Vortrag und Gespräch

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Freitag, 18. November 2022 19:00–20:30 Uhr

Kursnummer 22M152003
Dozent Ronny Blaschke
Datum Freitag, 18.11.2022 19:00–20:30 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Meißen, Nicolaisteg 8, Bürgerinitiative (Bürger für Meißen - Meißen kann mehr e. V.)
Nicolaisteg 8
01662 Meißen

Kursort

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Ob diplomatischer Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking seitens westlicher Staaten oder Kritik an der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Katar: In den letzten Jahren mehrt sich der Protest gegen sportliche Großveranstaltungen. Vor allem, wenn in den Austragungsländern Autokraten oder Diktatoren das Sagen haben und dort Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Zurzeit rufen zahlreiche Fan-Initiativen in Deutschland zum Boykott der Fußball-WM in Katar auf. Hier stehen vor allem die desolaten, teils lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen für Wanderarbeiter in der Kritik.

Oft fällt in diesem Zusammenhang der Begriff "Sportswashing". Er besagt, dass autokratische Regime sportliche Großveranstaltungen nutzen, um von Menschenrechtsverletzungen abzulenken und gleichzeitig ihre Macht zu festigen und wirtschaftlich von den Massenevents profitieren. Organisationen wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) oder der Fußballverband FIFA treten dieser Kritik entgegen. Sie argumentieren, dass Sport "unpolitisch" sei und bleiben müsse. Und behaupten zugleich, dass Olympische Spiele und Fußballweltmeisterschaften einen Beitrag zur Demokratisierung leisten könnten.

Aber waren sportliche Großveranstaltungen nicht schon immer auch politische Projekte? Dieser Auffassung ist Referent Ronny Blaschke. In seinem Vortrag zeigt er auf, dass Sport und Politik sich nicht klar voneinander trennen lassen. Und dass nicht nur Autokraten und Diktatoren den Sport instrumentalisieren, sondern auch emanzipatorische Bewegungen sich den Sport für ihre Ziele zunutze machen.

Wir laden alle ein, nach dem Vortrag miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ronny Blaschke berichtet unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung, die Frankfurter Rundschau und das Deutschlandradio. Als freier Sportjournalist berichtete er 15 Jahre lang über Rechtsextremismus und Diskriminierungsformen im Fußball. Seit den Recherchen für sein Buch "Machtspieler" konzentriert er sich auf internationale Themen wie Geopolitik und Protestkulturen im Sport. Er lebt als freier Sportjournalist in Berlin und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.


Kontrovers vor Ort - Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.


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