| Kursnummer | 26A131010 |
| Dozentin |
Irene Großmann
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| Datum | Montag, 15.06.2026 18:00–19:30 Uhr |
| Gebühr | 15,00 EUR |
| Ort |
Radebeul, Sidonienstraße 1 a, VHS |
Zauberpflanzen, Liebeskräuter und magisches Brauchtum
Tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Welt der Pflanzenmagie und entdecken Sie, welche Kräuter, Wurzeln und Blüten unsere Vorfahren als „Zauberpflanzen“ verehrten, für Heilrituale nutzten oder mit Liebe, Schutz und Weissagung verbanden.
In diesem multimedialen Vortrag begeben wir uns anhand historischer Quellen, alter Überlieferungen und faszinierender Geschichten auf eine Reise durch die Vorstellungswelt vergangener Zeiten. Warum galt die geheimnisvolle Alraune als magisch? Weshalb wurden Bilsenkraut und Tollkirsche mit Hexensalben und Visionen in Verbindung gebracht? Welche Rolle spielten Nelkenwurz, Beifuß oder Johanniskraut als Schutz- und Liebespflanzen?
Passend zur Jahreszeit widmen wir uns außerdem den sogenannten „Liebespflanzen“ – Pflanzen, denen nachgesagt wurde, Herzen zu öffnen, Beziehungen zu stärken oder sogar verborgene Gefühle sichtbar zu machen. Manche Kräuter wurden als Räucherwerk verwendet, andere trug man als Amulett oder gab sie heimlich in Speisen und Getränke.
Neben spannenden Einblicken in Brauchtum, Volksglauben und Pflanzenkunde erfahren Sie auch, welche dieser Überlieferungen einen realen Hintergrund besitzen und warum manche Zauberpflanzen tatsächlich starke Wirkstoffe enthalten. So galt etwa das Bilsenkraut schon im Mittelalter als berauschende Ritualpflanze, während Nelkenwurz wegen ihres würzigen Duftes als Schutz gegen „böse Kräfte“ genutzt wurde. Selbst unscheinbare Pflanzen am Wegesrand waren einst von Mythen und Bedeutungen umgeben.
Der Vortrag verbindet fundiertes Wissen mit atmosphärischen Bildern, alten Geschichten und überraschenden Einblicken in die Welt zwischen Heilkunde, Aberglaube und Naturmagie – und lädt dazu ein, die Pflanzenwelt mit neuen Augen zu betrachten.